Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Infrastruktur in Giswil plante die Zentralbahn den Bau einer neuen Galerie mit zusätzlichen Abstellgleisen im Bereich Gorgen. Ziel war es, die Abstellkapazitäten zu erweitern und die betrieblichen Abläufe zu verbessern. Für die Umsetzung der sicherungstechnischen Anpassungen beauftragte die Zentralbahn das Kundengeschäft der SOB-Infrastruktur. Die SOB übernahm dabei im Ausführungsprojekt die Teilprojektplanung der Sicherungsanlagen.
Im Rahmen der Arbeiten wurde die bestehende Sicherungsanlage in Giswil inklusive Bereich Giswil-Zollhaus sowie auf den Strecken in Richtung Sachseln und in Richtung Brünigpass angepasst und erweitert.
Die Umbauarbeiten wurden unter laufendem Bahnbetrieb ausgeführt. Entsprechend hoch waren die Anforderungen an die Planung, die Koordination aller beteiligten Stellen sowie an die präzise Umsetzung der einzelnen Arbeitsschritte.
Neue Abstellkapazitäten machten umfassende Anpassungen nötig
Durch die geplante Erweiterung der Abstellanlage in Giswil ergaben sich weitreichende Auswirkungen auf die bestehenden Sicherungsanlagen Infrastruktur. Die Integration der neuen Sicherungsanlagenelemente der Galerie sowie die Anpassung der Betriebsabläufe erforderten eine gezielte Überarbeitung bestehender Systeme und Prozesse. Im Zuge dessen wurden die Sicherungsanlagen in Giswil (einschliesslich Giswil-Zollhaus) umfassend modernisiert und ausgebaut. Nicht mehr benötigte Komponenten der Sicherungsanlage wurden entfernt.
Klare Zielsetzung: Sichere Integration und zukunftsfähige Systemlandschaft
Der Auftrag war klar: die neue Infrastruktur sicher und effizient in den Betrieb zu integrieren sowie die Sicherungsanlagen auf einen zukunftsfähigen Stand zu bringen. Dazu gehörte insbesondere das Update des Stellwerks auf Simis-IS V8 sowie die Gewährleistung eines stabilen Bahnbetriebs während und nach der Umsetzung.
Vom Konzept bis zur Inbetriebnahme
Das SOB-Kundengeschäft übernahm die Teilprojektleitung Sicherungsanlagen in der Ausführungsphase. Dies umfasste die Auflagenbearbeitung, die Koordination mit der Signalindustrie sowie die Planung der Sperrintervalle und Bauphasen. Zudem wurden die Sicherungsanlagen angepasst, die neuen Abstellgleise mit Anschlussweiche angebunden und die Strecke mit Zwergsignalen ausgerüstet. Tests, Inbetriebnahme und Abnahmen wurden ebenfalls durch das SOB-Kundengeschäft begleitet und durchgeführt.
Schritt für Schritt zum Erfolg – Umsetzung unter laufendem Betrieb gemeistert
Die Umsetzung erfolgte schrittweise und in enger Abstimmung mit der Zentralbahn. Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen führten alle Beteiligten die Arbeiten unter laufendem Betrieb planmässig durch. Die Tests und Inbetriebnahmen verliefen erfolgreich und ermöglichten eine termingerechte Aufnahme des operativen Bahnbetriebs.
Mehr Kapazität und ein stabiler Betrieb für die Zukunft
Das Kundengeschäft der SOB freut sich über einen erfolgreichen Abschluss des Projekts und über die Inbetriebnahme der Abstellanlage Gorgen. Die Zusammenarbeit zwischen der Zentralbahn und dem SOB-Kundengeschäft war entscheidend für den Erfolg des Projekts. Die modernisierte Anlage bietet heute eine höhere betriebliche Flexibilität und eine stabile Grundlage für den zukünftigen Bahnbetrieb.
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