SOB und SBB bauen das Angebot im Raum Obersee / Glarnerland aus

Die Kooperation zwischen der SOB und SBB bringt Vorteile für die Kunden im Raum Obersee/Glarnerland. Ab Dezember 2020 wird in dieser Region das Angebot ausgebaut: Zwischen Uznach und Rapperswil verkehren künftig vier Züge pro Stunde und Richtung. Auf der Strecke von Ziegelbrückenach Rapperswil wird der Halbstundentakt eingeführt. Die Verbindungen zwischen Rapperswil und St. Gallen werden beschleunigt. Mit der S4, die neu bis Rapperswil fährt, wird neben dem Voralpen-Express (VAE) eine zweite umsteigefreie Verbindung zwischen St. Gallen und Rapperswil geschaffen. Ab Dezember 2022 wird der Eckanschluss zwischen der S4 und der S25 in Ziegelbrücke angeboten. 

Zwischen Uznach und Rapperswil verkehren in Zukunft deutlich mehr Züge

Die S4 von St. Gallen Richtung Uznach fährt ab Dezember 2020 weiter bis Rapperswil. Um eine halbe Stunde versetzt fährt der VAE. Die Reisenden profitieren auf der Strecke Wattwil–Rapperswil von einer Zeiteinsparung von vier Minuten. Dazwischen folgt jeweils eine S-Bahn, die zwischen Ziegelbrücke und Rapperswil alle Haltestellen bedienen wird. Die beiden Systeme der S-Bahn St. Gallen und der Zürcher S-Bahn werden dadurch am Obersee zu einem zusammenhängenden System verknüpft. Die Reisenden profitieren zukünftig von folgenden Vorteilen:

  • Reisezeitverkürzung zwischen St. Gallen und Rapperswil um vier Minuten
  • Halbstündliche Direktverbindung St. Gallen–Rapperswil
  • Verbesserter Anschluss zwischen der S4 bzw. S6 und der S5 in Rapperswil
  • Erhöhung der Platzkapazität auf dem stark ausgelasteten Streckenabschnitt Uznach–Rapperswil
  • Halbstundentakt für die Haltestellen Benken und Blumenau
  • Direktverbindungen Kaltbrunn–Rapperswil

Die Voraussetzung dafür ist, dass gegen die vom Bundesamt für Verkehr am 14. Juni 2018 erteilte Plangenehmigung für die notwendigen Infrastrukturausbauten im Bahnhof Uznach und den Doppelspurausbau auf der Strecke Uznach–Schmerikon keine Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht eingehen. 

Die SOB übernimmt die S6

Die Kooperation zwischen der SOB und SBB bringt die gewünschten Verbesserungen für die Kunden. Ab Dezember 2020 übernimmt die SOB die S6 zwischen Rapperswil und Schwanden. Der Betrieb aus einer Hand ermöglicht für die Kunden zusätzliche Verbesserungen wie beispielsweise die Verknüpfung der Linien S4 bzw. S6 und S40 in Rapperswil. Neben den neuen Direktverbindungen aus dem Raum Uznach über den Seedamm nach Einsiedeln kann auch die Umsteigesituation in Rapperswil optimiert werden.

Die Gleisbenützung ist so geplant, dass die Anschlussverbindungen vom Linthgebiet an die S5 Richtung Zürich in beiden Richtungen wieder am gleichen Perron möglich sind. Das Umsteigen durch die Unterführung entfällt.

Die SOB wird auf sämtlichen Linien Rollmaterial der neusten Generation einsetzen. Die achtteiligen Flirt-Fahrzeuge «Traverso» für die Voralpen-Express-Strecke und die vierteiligen Flirt-Züge für die S-Bahn-Linien verfügen über stufenlose Eingänge, übersichtliche Innenraumgestaltung, hochwertige Innenausstattung und grosse Mehrzweckflächen in den Eingangsbereichen. Dank den modernen Zügen realisiert die SOB auch im Knoten Ziegelbrücke neue Anschlussverbindungen. Diese sind dank den neuen Zügen möglich, die schneller beschleunigen. Die langersehnte Verbindung vom Glarnerland an die S-Bahn Richtung Walensee, die bisher knapp verpasst wurde, kann neu erreicht werden. Aufgrund von Sanierungsarbeiten an der Strecke Ziegelbrücke–Chur ist dies aus fahrplantechnischen Gründen allerdings erst ab Dezember 2022 möglich. 

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