Drei auf einen Streich / Tunnelinstandstellungen im grossen Stil

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) konzentriert 2018 die Erneuerungsarbeiten im Umfang von ca. 30 Mio. Franken auf den Abschnitt St. Gallen St. Fiden–Wittenbach. Im Sommer wird die Strecke neun Wochen total gesperrt. Die Bauarbeiten starten im März.

Die Strecke zwischen Wittenbach und St. Fiden ist über 100 Jahre alt. Drei Projekte realisiert die SOB 2018: die Sanierung der Tunnels Bruggwald und Galgentobel sowie die Erneuerung der Gleisanlagen des Bahnhofs Wittenbach. In den Tunnelgewölben ersetzt die SOB die schadhaften Stellen, erneuert die Entwässerung, saniert die Fugen und fügt neu eine Deckenstromschiene ein, um zusätzlich etwas Höhe für die Doppelstocktauglichkeit zu gewinnen. Während im 96 Meter langen Galgentobeltunnel die Schotterfahrbahn ersetzt wird, baut die SOB im 1‘731 Meter langen Bruggwaldtunnel eine feste Fahrbahn ein.

9-wöchige Totalsperre

Die umfangreichen Arbeiten sind nur mit verlängerten Nachtpausen sowie einer Totalsperre von neun Wochen zu schaffen. Die Bauarbeiten beginnen im März 2018 und dauern bis Ende Jahr. Während der 9-wöchigen Totalsperre vom 9. Juli 2018 bis 9. September 2018 ist die Strecke Wittenbach–St. Gallen St. Fiden unterbrochen. Während den Vor- und Nacharbeiten wird auch in verlängerten Nachtpausen von 20.50 bis 5.10 Uhr gearbeitet. Für die Reisenden bedeutet dies, dass zwischen Wittenbach und St. Gallen während der Totalsperre sowie den Vor- und Nacharbeiten Bahnersatzbusse verkehren werden.

Die Instandstellung der über 100-jährigen Tunnels Bruggwald und Galgentobel erfolgt koordiniert mit der Gleiserneuerung am Bahnhof Wittenbach. Darüber hinaus soll der Studerswilerbach beim Tunnelportal Seite Wittenbach eingedolt werden, ein Kantons- und Gemeindeprojekt. Der Bruggwaldtunnel wird damit rund zehn Meter länger. «Die Gleisarbeiten am Bahnhof Wittenbach im Umfang von rund 6 Mio. Franken sind das Sandwich, die Instandstellungsarbeiten an Bruggwald- und Galgentobeltunnel die doppelte Füllung und die Verlegung des Studerswilerbachs quasi das Salatblatt», so die bildhafte Erklärung von Gesamtprojektleiter Manfred Guntlin. Mit der Erneuerung der beiden Tunnels schafft die SOB die Voraussetzungen für die Nutzung während der nächsten 50 Jahre.